
Viele Defekte haben vergleichsweise einfache Ursachen. In der Werkstatt zeigt sich immer wieder, dass Verschleiß, Pflegefehler oder natürliche Alterungsprozesse eine entscheidende Rolle spielen. Ein großer Anteil der Fehlfunktionen ist zudem auf mechanische Ursachen zurückzuführen.
Dazu zählen unter anderem blockierende oder schwergängige Wellen, abgenutzte Kohlebürsten, verschlissene Dichtungen sowie verharzte oder verschmutzte Lagerstellen. Solche Defekte führen häufig dazu, dass Geräte nicht mehr anlaufen, unregelmäßig arbeiten oder sich aus Sicherheitsgründen abschalten – obwohl die Elektronik selbst noch voll funktionsfähig ist.
Bei Kaffeevollautomaten kommt erschwerend das Thema Kalk hinzu. Trotz optional eingebauter Wasserfilter müssen diese Geräte regelmäßig entkalkt werden. Wasserfilter können die Verkalkung zwar reduzieren, sie ersetzen jedoch keine vollständige Entkalkung.
Unterbleibt diese Wartung, lagert sich Kalk in Thermoblöcken, Ventilen, Pumpen und Leitungen ab. Die Folgen sind unter anderem verringerter Wasserdurchfluss, unzureichende Aufheizung, laute Pumpengeräusche oder Fehlermeldungen bis hin zum Totalausfall. Häufig entstehen dadurch Schäden, die fälschlicherweise als Elektronikdefekt vermutet werden, tatsächlich aber auf mechanische oder hydraulische Einschränkungen zurückzuführen sind.
Eine regelmäßige Wartung – bestehend aus Entkalkung, Reinigung und dem Austausch typischer Verschleißteile – trägt wesentlich zur Lebensdauer, Betriebssicherheit und Kaffeequalität eines Kaffeevollautomaten bei und hilft, aufwendige Reparaturen oder einen vorzeitigen Geräteersatz zu vermeiden..